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Die Gemeinde Waldbronn beschafft mobile Luftfilteranlagen für die Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen


In Waldbronn betrifft das allein rund 1200 Kinder in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Das Land Baden-Württemberg hat für die Grundschulen eine Förderung zur Beschaffung von mobilen Luftfilteranlagen für die Schulen in Aussicht gestellt. Diese greift jedoch nur in Fällen, in denen eine Lüftung durch das Fenster nicht ausreichend möglich ist. Dies trifft in Waldbronn in keiner Schule zu. Auch sind die Kinderbetreuungseinrichtungen bisher nicht in diesen Überlegungen berücksichtigt.

„Nach unserer Einschätzung können mobile Luftreiniger das Lüften nicht ersetzen. Vielmehr ist die Kombination aus regelmäßigem Lüften, einer effizienten Teststrategie und der (bedarfsgerechte) Einsatz von Masken der richtige Weg um die Gefahr von Infektionen in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu minimieren“, erläutert Hauptamtsleiter Reinhold Bayer.

Die Gemeinde Waldbronn hat nun entschieden, dass nicht nur CO²-Ampeln für alle Kindertageseinrichtungen beschafft werden, sondern die Gruppen- und Klassenräume zusätzlich mit mobilen Luftreinigern ausgestattet werden. Anders als z.B. die Stadt Ettlingen setzt Waldbronn jedoch nicht auf Hepa14-Luftfiltergeräte, sondern auf UV-C-Luftreiniger. Diese eliminieren Viren, Bakterien und Pilze zu 99,99 % und bei diesen entfällt der kostenintensive Filtertausch (geschätzte rd. 30.000 €/Jahr). Das Max-Planck-Institut stellte erst kürzlich die Wirksamkeit von UV-C-Filtergeräten, beispielhaft an den nun in Waldbronn beschafften Geräten, fest. Um die Geräuschentwicklung zu minimieren kommen je Raum zwei Geräte in den Einsatz, die jeweils nur auf rd. 50 % Leistung betrieben werden.

Insgesamt werden nun 120 Geräte beschafft, die alle rechtzeitig vor Schuljahresbeginn geliefert und aufgebaut sein werden. Insgesamt fallen Anschaffungskosten von rund 220.000 € für die recycelbaren Luftreiniger und rund 15.000 € für die CO²-Ampeln, die wiederum voraussichtlich förderfähig sind, an. „Ich bin froh, dass wir nach anfänglicher Skepsis gegenüber den Luftreinigern nun doch ein klares Zeichen setzen und alle Maßnahmen ausschöpfen, um unsere Kinder vor Infektionen zu schützen und möglichst vor weiteren Einrichtungsschließungen zu bewahren“, so Bürgermeister Franz Masino.