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Untrennbar mit Musik verbunden


Rolf Nold im Kreise seines Kollegiums.

Dass die Musik in seinem Leben, seiner Familie und in der Schule einen ganz besonderen Stellenwert hatte und hat, merkten die Gäste auch bei der offiziellen Verabschiedung von Rektor Rolf Nold. Neben einem kleinen Chor aus Viertklässlern und zwei Saxophonspieler spielten und sangen sein Sohn Jonas Nold sowie die Enkel Elias (Klavier) und Lea Schmedding. Die Verabschiedung fand coronabedingt nur im kleinen Rahmen auf dem Vorplatz der Anne-Frank-Schule statt.

Rektor Rolf Nold geht nach 36 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Doch der Reihe nach: Konrektor Jens Puchelt konnte neben Familie, Bürgermeister Franz Masino und Schulrat Bernhard Schmitt, viele Lehrerkolleg*innen der benachbarten Schulen aus Waldbronn und Karlsbad, Nolds Nachfolgerin Maike Souayah sowie einige Gemeinderäte, Elternbeiräte, Weggefährten und ehemaligen Rektoren der Anne-Frank-Schule begrüßen.

Schulrat Schmitt resümierte („ein beeindruckendes Lebenswerk) und philosophierte über 36 Jahre bewegte und bewegende Dienstjahre von Rolf Nold. Das Zitat von E.T.A. Hoffmann „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“ könne als Art Motto nicht nur für die Verabschiedung, sondern für sein Leben gelten. Nold, der zunächst eine Lehre als Bürokaufmann gemacht hat, kam über seine Liebe zur Musik zu seinem Lehrerberuf. Schon in seiner Jugend habe er Instrumentalschüler gehabt, Chöre geleitet und bei den Ötigheimern Volksschauspielen assistiert. Dort ist Rolf Nold auch angesprochen worden, ob er nicht doch mit seiner Liebe zur Musik Pädagoge werden möchte. Es folgte das PH-Studium (Musik, Deutsch, Religion). Nach „Umwegen“ über Baden-Baden und Raststatt kam Nold 1993 an die Anne-Frank-Schule. Hier prägte er 28 Jahre, davon 19 als „hochengagierter, verlässlicher Schulleiter und Pädagoge“ das Schulleben. Es gibt viele Projekte, die Rolf Nold angegangen ist: die Gründung eines Fördervereins, die Schulpartnerschaft mit Hagenau, die Teilnahme am Comenius-Projekt und die Kontakte mit der spanischen Grundschule in Bilbao sind nur einige. Letztere führten sogar zur Auszeichnung mit dem Oberrheinsiegel.

Enkel Elias am Klavier.     Ein kleiner Schulchor bei der Verabschiedung.

Und so geht für Bürgermeister Franz Masino auch „eine Ära zu Ende“. Er habe ihn immer als „lebensfrohen, fröhlichen und tatkräftigen Menschen“, insbesondere auch in der sehr schweren Corona-Zeit kennengelernt. Fast drei Jahrzehnte habe er das Schulleben nicht nur, aber insbesondere mit der Musik geprägt, so Masino. Er bescheinigte ihm als „Alleskönner, Manager und Musiker“ ein gutes Abschlusszeugnis: „Klassenziel erreicht“. Er dankte ihm für viele unvergessliche Auftritte, sei es in der Kirche, auf dem Weihnachtsmarkt, bei Seniorennachmittagen oder im Kurhaus bei den fünf großen Schulmusicalvorführungen in Kooperation mit den Vereinen.

In allen Grußworten wurde die motivierende, wertschätzende und engagierte Art von Rektor Nold hervorgehoben. Dankesworte für seine gute Zusammenarbeit waren ihm von allen Seiten gewiss. Sei es durch den Elternbeirat, den örtlichen Personalrat, die benachbarten Schulen aus Waldbronn und Karlsbad oder der katholischen Kirchengemeinde. Besonders humorvoll wurde, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, vom Lehrerkollegium ein Gedicht mit den Anfangsbuchstaben „Rektor Nold“ vorgetragen.

Sichtlich gerührt bedankte sich Rolf Nold für die Dankesworte: „Ich habe eigentlich nie Lehrer werden wollen“, sagte er schmunzelnd. Erst durch sein Engagement in zwei Ötigheimer Vereinen und bei den Volksschauspielen sei er zu dem Beruf gekommen. Bereits mit sechs Jahren habe er „mit einem Strohhalm“ hinter dem Dirigenten gestanden und seine Bewegungen imitiert. „Ich habe immer für alle, Schüler, Eltern und Kollegen ein Klima zum Wohlfühlen schaffen wollen“, resümierte Nold. Es scheint ihm angesichts der vielen lobenden, dankenden und herzlichen Abschiedsworten gelungen zu sein. Auch mit Sprache, aber allen voran mit Musik.

Sohn Jonas Nold am Klavier und Enkelin Lea.      Offiziell verabschiedet: Bürgermeister Franz Masino, Rolf Nold und Schulrat Bernhard Schmitt.