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Pressemitteilung Zweckverband Wasserversorgung Albgau
Gemeinsam stark – Beitritt des Zweckverbandes Mannenbach zum Verband Albgau

Gemeinden sichern Trinkwasserversorgung

„Die verlässliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Daseinsvorsorge“, stellte ZWA-Vorsitzender, Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold, heraus. Daher sei die Bündelung der Kräfte ein sinnvoller und zukunftsweisender Weg, so Arnold bei der gemeinsamen Erklärungsunterzeichnung mit Martin Steiner, ZMW-Vorstand und Bürgermeister von Birkenfeld, und ZMW-Geschäftsführer Reinhold Varwig.

Der Mannenbach-Verband registriert seit Jahren rückläufige Quellschüttungen, verursacht durch längere Trockenperioden und ein höheres Temperaturniveau. Daher hat der ZMW mehrere Alternativen geprüft, darunter die Erschließung von drei neuen Quellen im Eyachtal, was jedoch aus Umweltschutzgründen verworfen werden musste. Ende vergangenen Jahres hat der Mannenbach-Verband schließlich die Anfrage nach einer Mitgliedschaft beim ZWA gestellt, die nach der nun unterzeichneten Absichtserklärung zum 1. Januar 2022 beginnen soll. Anschließend werden im Jahresverlauf 2022 beide Verbände ihre technischen Anlagen den neuen Gegebenheiten anpassen, sodass ab 2023 bei Bedarf mit der Wasserlieferung begonnen werden kann. Zugesichert werden rund eine Million Kubikmeter pro Jahr.

Die Unterzeichnung der verbindlichen Absichtserklärung war eingebettet in die Fachtagung „Kommunaler Wassertag“ in der Buhlschen Mühle, die von zwei namhaften Fachreferenten aus der Wasserwirtschaft mit Vorträgen begleitet wurde. Prof. Dr. Matthias Maier, Geschäftsbereichsleiter Trinkwasser bei den Stadtwerken Karlsruhe, sprach zum Thema „Ressourcenschutz, Qualitätssicherung und Auswirkungen des Klimawandels“. Anhand von Beispielen des Wasserschutzgebiets Rheinwald beschrieb er den Schutz der Ressourcen des Grundwassers im Oberrheingraben. Des weiteren erläuterte er konkret die Maßnahmen, die zum Erhalt der Trinkwasserqualität ergriffen werden. Die Auswirkungen des Klimawandels und ihre Implikationen für die Trinkwasserversorgung in der Region wurden anhand von eigenen Erhebungen und Ergebnissen des Landes Baden-Württemberg vertieft.

Ein zweites Impulsreferat steuerte Sebastian Sturm vom „TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser“ in Karlsruhe bei. Der Leiter der Abteilung Wasserversorgung sprach zum Thema „Umgang mit den Herausforderungen für die sichere Wasserversorgung von morgen – Strukturen und Risikomanagement.“ Darin machte er deutlich, dass der Nutzungsdruck auf die Wasserressourcen zunehmen wird und es wichtig sein wird, den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung vor anderen Nutzungen zu verteidigen. Zudem müssten die Wasserversorgungsunternehmen die bestehenden Strukturen und Konzepte kontinuierlich auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüfen und sich auch auf künftige Risiken einstellen.