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Reiseverhalten in der Corona-Zeit


Liebe Waldbronner Bürgerinnen und Bürger,

Waldbronn hat die vergangenen Monate glimpflich überstanden. Durch vernünftiges Verhalten aller, eine schnelle Reaktion der Verwaltung und der Einhaltung der Vorgaben des Landes hat das Corona-Virus kein leichtes Spiel gehabt.

Diesen Erfolg dürfen wir vor allem mit unserem Reiseverhalten in den Sommerferien nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Deshalb gelten die Reisehinweise für Rückkehrer in Baden-Württemberg. Bewusst hat die Landesregierung die Entscheidung über die Ausnahmefälle von der 14-tägigen Quarantäne ins Ermessen der Ortspolizeibehörde (Gemeindeverwaltung) gestellt. Priorität für uns hat ganz klar der reibungslose Wiederbeginn der Kinderbetreuungseinrichtungen und der Schule nach den Sommerferien.

Anbei auszugsweise die Hinweise für Reiserückkehrer:
Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie weiter einzudämmen, müssen sich Personen, die aus einem Risikogebiet nach Baden-Württemberg einreisen, bei der zuständigen Ortspolizeibehörde ihres Aufenthaltsortes melden und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Dies hat das baden-württembergische Gesundheitsministerium in der Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne erlassen, die die Einreisebestimmung von Personen aus dem Ausland regelt: Antworten auf häufige Fragen zur Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/bibliothek/corona-faq-sammlung/#c110814


Insbesondere auf einen Punkt weißen wir Sie bereits heute hin:

Obererste Priorität für uns ist es, dass das Ansteckungsrisiko für die Bürgerinnen und Bürger minimiert wird.  Nur so wird es möglich sein, wieder in einen geordneten Kinderbetreuungs- und Schulbetrieb nach den Sommerferien gehen zu können. Die folgende Regelung darf nur die Ausnahme sein. Planen Sie ihren Urlaub in Risikogebiete so, dass nach Rückkehr die 14-tägige Quarantäne-Frist auch eingehalten werden kann.

Wir haben deshalb die folgende Frage um die Handhabung in Waldbronn ergänzt:

Können Befreiungen von der häuslichen Quarantäne erteilt werden?

In begründeten Einzelfällen, kann die zuständige Ortspolizeibehörde (Gemeindeverwaltung) eine Befreiung von der häuslichen Quarantäne erteilen.
Außerdem können Personen, die negativ auf Corona getestet sind, von der Pflicht zum 14-tägigen Verbleib an ihrem Aufenthaltsort befreit werden. Die Befreiung kann dabei mit Auflagen zum Infektionsschutz (wie beispielsweise Mundschutzpflicht bei Verlassen der häuslichen Quarantäne) versehen werden.

Diese Befreiung kann die zuständige Ortspolizeibehörde erteilen. Ob wir von dieser Befreiung Gebrauch machen werden, liegt in unserem pflichtgemäßen Ermessen und hängt maßgeblich von der Einschätzung des Robert Koch Institutes zum Zeitpunkt der Reiserückkehr und der Zuverlässigkeit des Testergebnisses ab.

Stand heute müssen Sie ihre Auslandsreise in Risikogebiete so planen, dass Sie 14 Tage in Quarantäne bei der Reiserückkehr gehen können. Insbesondere werden wir aktuell nur in Deutschland durchgeführte und zertifizierte Tests anerkennen.
Unsere Einrichtungen der Kinderbetreuung und Schulen brauchen hier Ihre Mithilfe, damit wir nach den Sommerferien nicht noch einmal in eine Situation, wie nach den Faschingsferien geraten. Nur so kann es uns gelingen in einen Regelbetrieb der Kinderbetreuungseinrichtungen und der Schule unter Pandemiebedingungen zu gelangen, denn wir alle wollen sicherlich das Beste für unsere Kinder.
 
Elterninformation: Aktueller Umgang mit Erkältungssymptomen in den Kinderbetreuungseinrichtungen in Waldbronn

Darf ich mein Kind trotz leichter Schnupfen-Symptome, etwa bei laufender Nase, in die Kita schicken?
Bezüglich dieser Frage bestehen derzeit große Unsicherheiten. Das Gesundheitsamt Karlsruhe hat hierzu folgendes mitgeteilt:

- Kinder mit Symptomen (also auch mit laufender Nase) dürfen aktuell eine Einrichtung nicht besuchen.

- Bei Kindern, welche keinen Test auf Covid-19 haben, empfehlen sie eine Wiederzulassung in die Kita, 48 Stunden nach Symptomfreiheit.

- Schriftliche Atteste der Kinderärzte sind nicht erforderlich, ausreichend ist eine schriftliche Bestätigung der Eltern.

- Aktuell gibt es noch keinerlei verlässliche Aussagen, ob und wie lange eine ausreichende Immunität bei positivem Antikörpernachweis vorliegt. Das heißt, dass ein Kind mit Antikörpernachweis, aber Symptomen, wie zum Beispiel Husten, Halsweh, Wegfall des Geschmacks- und Geruchssinns, aber derzeit auch bei laufender Nase die Einrichtung nicht besuchen darf

- Alle niedergelassenen Ärzte wurden vom Gesundheitsamt informiert und wurden gebeten, nach den derzeitigen Empfehlungen, Abstriche auf Covid-19 auch bei nur leichten Erkältungssymptomen durchzuführen. Letztendlich obliegt es aber der Behandlungsfreiheit des Kinderarztes, ob und welche Maßnahmen er durchführt.

ACHTUNG: Von Seiten des Kultusministeriums wurde eine Handreichung zum Umgang mit Infektionsfällen angekündigt. Hier werden Regelungen erwartet, die verhindern, „dass jeder Schnupfen dazu führt, dass Kinder zu Hause bleiben müssen“. Denn spätestens im Herbst würde das Betreuungsverbot bei Schnupfen alle Eltern, Einrichtungen und auch Ärzte vor eine neue Herausforderung stellen.

Es bleibt zu hoffen, dass in dieser Handreichung wichtige Hinweise enthalten sind, die uns in der Frage der Symptomklärung weiterhelfen.

Halten Sie weiterhin den gebotenen Abstand, bleiben Sie vernünftig und vor allem gesund.

Ihr
Franz Masino
Bürgermeister