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Abschlussveranstaltung zur Bürgerbeteiligung "Mehrgenerationenhaus" im Rück II


Auf der Abschlussveranstaltung im Kurhaus wurde über die Bürgerbeteiligung beim Mehrgenerationenhaus informiert. Bild: Gemeinde Waldbronn

Abschlussveranstaltung „Mehrgenerationenhaus“: Gemeinderat muss über viele Wünsche und Ideen entscheiden

 
Die Bürgerbeteiligung für das Mehrgenerationenhaus im Rück II ist quasi beendet. Vergangene Woche fand im Kurhaus die Abschlussveranstaltung statt. Projektleiterin Donata Göstemeyer von der „Rüdiger Kunst Kommunalkonzept GmbH“ und Manfred Peter von der Kolpingfamilie Busenbach präsentierten die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses, der mit Fördermittel bezuschusst wird. Im Vorfeld der Planungen fanden Workshops, Exkursionen und coronabedingt eine Fragebogenaktion statt.  

Zum Hintergrund: Das geplante Mehrgenerationenhaus soll auf rund 2600 Quadratmetern im Rück II entstehen (das vorgesehene Grundstück liegt an der Stuttgarter Straße). Angedacht sind neben einem sechsgruppigen Kindergarten auch 22-28 Wohnungen für Senioren und Familien sowie ein Mehrzweckraum. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden Inhalte und Wünsche erarbeitet, die dem Gemeinderat als Grundlage für die Entscheidung einer europaweiten Ausschreibung für potentielle Bauträger und Architekturbüros dienen sollen. Bereits im Oktober sollen im Gemeinderat nach einer Klausurtagung die Vergabeziele vorgestellt werden.

Die Erfahrungen aus zwei Exkursionen zu vergleichbaren Objekten in Karlsruhe und die Ergebnisse der Fragebogenaktion wurden von Donata Göstemeyer und Manfred Peter während der Abschlussveranstaltung präsentiert. Dass bei der Gestaltung des Zusammenlebens die Hausgemeinschaft eine wichtige Rolle spielt, ist eine der wesentlichen Erfahrungen, die Manfred Peter aus den Exkursionen mitgenommen hat. Ebenso, dass nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können. Das Mehrgenerationenhaus sei leider „kein Wunschkonzert“, so Peter. Ähnlich äußerte sich Donata Göstemeyer. Es sei ein „Strauß an Wünschen und Möglichkeiten“ sowohl bei dem Auftaktworkshop als auch bei der Fragebogenaktion geäußert worden. Alles, so Göstemeyer, ließe sich aber nicht umsetzen. Nur die drängendsten Bedarfe und Bedürfnisse könnten realisiert werden. Auf fünf wesentliche Schlagworte fasste Göstemeyer die Wünsche aus den rund 50 Fragebögen zusammen: Wohnungen mit bezahlbaren Mieten, einschließlich Tiefgarage; Anbindung an den ÖPNV; flexibler Mehrzweckraum mit externer Nutzung; Energiekonzept basierend auf erneuerbaren Energien; parkähnlicher Garten mit gemeinsamer Nutzung. Alle Wünsche zu berücksichtigen, sei schlichtweg unmöglich, befindet auch Bürgermeister Franz Masino. Es sei nun für den Gemeinderat eine große Herausforderung zu schauen, was geht und was nicht. Gesetzt, so Masino, ist allein der sechsgruppige Kindergarten. Um diesen herum sind nur die drängendsten Bedarfe zu realisieren.  

Zum Schluss noch eine „VerRÜCKte“ Idee: Das Mehrgenerationenhaus soll einen Namen bekommen. Jeder der eine Namensidee hat, darf am Wettbewerb teilnehmen. Es gibt auch was zu gewinnen.
Bitte schicken Sie Ihren Namensvorschlag bis zum 31. Juli an buergerbeteiligung@waldbronn.de.
 
Und noch ein Tipp: Besuchen Sie doch mal die Projekt-Website unter
www.mgh-waldbronn.de


 
Präsentation Abschlussveranstaltung